Speiseeis aus der Lupine

Lupinen sind beliebte Gartenpflanzen, aber auch ein Lebensmittel Tatsächlich: die Blaue Süßlupine und vor allem ihre Samen können eine wertvolle Eiweißquelle sein. Deutsche Wissenschaftler haben einen Prozess entwickelt, mit dem sich die Lupinen-Eiweiße für Nahrungsmittel nutzen lassen. Das erste kommerzielle Produkt ist ein Speiseeis, das bereits heute in Deutschlands Supermärkten erhältlich ist.
Das Eis schmeckt süß und cremig, ähnlich wie herkömmliche Eissorten, besteht jedoch aus rein pflanzlichen Zutaten. Neben Lupinen-Proteinen enthält es Rapsöl, weitere pflanzliche Inhaltsstoffe sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Der Vorteil: Da das Eis weder Laktose noch Gluten enthält, wird es auch von Allergikern vertragen. Auch vegan lebende Menschen, die hier ansonsten abstinent bleiben wollen, können nun zugreifen.
Vom Lupinen-Protein verspricht man sich sogar noch gesundheitsfördernde Zusatzeffekte. Es könnte Cholesterin senken. Auch der Landwirt freut sich: Die Lupine gilt mit ihren tiefreichenden Wurzeln als Bodenverbesserer. Zudem muss sie nicht gedüngt werden. Den für ihr Wachstum notwendigen Stickstoff holt sich die Pflanze übrigens direkt aus der Luft. Indem der Mensch pflanzliche Produkte anstatt tierischer verzehrt, werden zudem Nährstoffverluste verringert.