Bioökonomie für mehr Ressourcenschutz

Ratsvorsitzende diskutiert über Maßnahmen, Ressourcen einzusparen

© Technologiestiftung Berlin / Michael Scherer

13.02.2019 -

Ist die Welt noch zu retten? Welche Möglichkeiten und Chancen hat die Menschheit? Fragen wie diese standen bei der Veranstaltungsreihe Treffpunkt WissensWerte am 12. Februar 2019 im Mittelpunkt. Unter den Augen von 70 Teilnehmern diskutierten hierzu Ko-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Christine Lang, Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW) und Prof. Dr. Cornelia Weltzien (ATB).

Treffpunkt WissensWerte ist ein gemeinsames Projekt der Technologiestiftung Berlin und dem Inforadio (rbb). In seiner 99. Ausgabe widmete sich das Format dem weltweiten Ressourcenverbrauch und lockte viele interessierte Bürger mit dem Titel Was kostet eine zweite Erde? Das Gespräch wurde mitgeschnitten. Inforadio 93,1 sendet es am 24. Februar um 9:20 Uhr und 17:20 Uhr und stellt es anschließend als Podcast auf www.inforadio.de kostenlos zur Verfügung.

Wissenschaftsredakteur und Moderator Thomas Prinzler leitete mit den unbequemen Fakten ein: Breits am 1. August 2018 hatte die Menschheit die verfügbaren Ressourcen für das zurückliegende Jahr aufgebraucht – früher als je zuvor. In den verbleibenden Monaten lebte die Bevölkerung zu Lasten von Umwelt und Natur sowie von künftigen Generationen.

Einig waren sich die Expertinnen darin: Den einen Ansatz oder gar einfache Antworten auf die Herausforderungen, die endlichen Ressourcen und das Klima der Erde zu schützen, gibt es nicht. Sehr wohl aber finden sich vielfältige Maßnahmen, die insgesamt zu großen Veränderungen führen könnten. Frau Lang betonte die Rolle biobasierter Innovationen aber auch eines gesellschaftlichen Umdenkens: „Veränderung muss bei uns allen anfangen. Wir dürfen nicht wahllos konsumieren. Wir können auf Unnützes verzichten und nach Möglichkeit zu umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Angeboten greifen. Wir müssen aber auch unserer Forderung nach nachhaltigen Lösungen mehr politischen Druck verleihen.“

Die Bioökonomie bietet eine stetig wachsende Bandbreite an cleveren Produkten, die aus Reststoffen und nachwachsenden Rohstoffen bestehen, mit energie- und ressourcenschonenden Verfahren hergestellt werden oder auch mit einem biotechnologischen Kniff quasi aus dem Nichts entstehen – so etwa biologisch abbaubare Kunststoffe, die von Bakterien hergestellt werden. Mit Produkten und Verfahren wie diesen und der grundsätzlichen Berücksichtigung des Kreislaufgedankens kann die Bioökonomie entscheidend dazu beitragen, den Welterschöpfungstag Jahr für ein Jahr ein Stück nach hinten zu verschieben.  

Beiträge der Ratsmitglieder

--> Alpbacher Technologiegespräche, 24.8.2019, Präsentation Prof. Dr. Joachim von Braun
-->
Treffpunkt WissensWerte "Was kostet eine zweite Erde?", 12.2.2019, Podcast Prof. Dr. Christine Lang
--> Bioökonomie in Deutschland und Europa (...), 17.12.2018, Präsentation Prof. Dr. Christine Lang
--> Bioökonomie: nachhaltig und kreislauforientiert (...)
, 7.11.2018, Präsentation Prof. Dr. Daniel Barben
--> Jahreskongress Biotechnologie 2020+, 4.10.2018, Präsentation Prof. Dr. Christine Lang
--> Herrenhäuser Forum
, 11.9.2018, Präsentation Prof. Dr. Christine Lang