Bioökonomierat bietet neuer Regierung Zusammenarbeit an

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28.11.2013 -

Der Bioökonomierat begrüßt den Koalitionsvertrag, der am 27.11. in Berlin von Union und SPD vorgestellt wurde. „Die Bundesregierung hat erkannt, dass in Deutschland eine Rohstoffwende stattfinden muss. Unter Klima- und Umweltschutzaspekten ist die Verwendung fossiler Ressourcen nicht mehr zukunftsfähig“, sagte der Ratsvorsitzende Prof. Dr. Joachim von Braun. Im Koalitionsvertrag wird zudem ein umfassendes Gesamtkonzept für den Anbau, die Verarbeitung und die Nutzung von Biomasse vorgeschlagen. „Um Fehlentwicklungen zu vermeiden, muss der Rohstoffwandel gut vorbereitet werden. Hier bieten wir der neuen Bundesregierung unsere Unterstützung an“, so die Ratsvorsitzende Prof. Dr. Christine Lang. Dies hatte der Rat auch in seinen Politikempfehlungen vom 26.11.2013 zum Ausdruck gebracht. In denkommenden vier Jahren sei konsequentes Handeln in den Bereichen gesellschaftlicher Dialog, Konsum, Wettbewerb und Rohstoffsicherung erforderlich, um in Deutschland die ökologische Erneuerung der Industrie zu forcieren. Neben der Minderung von Kohlendioxid-Emissionen bietet die Bioökonomie auch wirtschaftliche Chancen. „Die Bioökonomie beinhaltet mehr als nur die Substitution von Erdöl, Erdgas und Kohle. Die Anwendung biologischen Wissens geht über die reine Nutzung von Biomasse hinaus“, so Lang. Mit seinem biowissenschaftlichen Know-how könne Deutschland in Zukunft Spitzenpositionen in Technologiebereichen wie neuen Werkstoffen, Medizin oder der biobasierten Datenspeicherung einnehmen.

Quelle: Bioökonomierat
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