Viele Besucher in der Lebenswelt Bioökonomie

© Bioökonomierat

30.01.2017 -

Der Bioökonomierat hat mit seinem neuen Standkonzept bei der Grünen Woche viele Neugierige angezogen. Bei einem Gang durch die Lebenswelt Bioökonomie konnten die Besucher zahlreiche biobasierte Aspekte entdeckten – von nachhaltigen Prozessen bis zum fertigen Produkt.

Passt biobasiertes, an der Natur orientiertes Leben in unsere moderne Zeit? Ja, das tut es. Und zwar sehr gut. Der Bioökonomierat machte dies mit seiner kleinen Stadtwohnung nebst einem Straßencafé vor. Am Beispiel von vier Themenfeldern wurde gezeigt, wie mit biologischen Verfahren und nachwachsenden Rohstoffen hochwertige und umweltfreundliche Alltagsprodukte entstehen können.

Der Bioreaktor an der Hauswand demonstrierte die ressourcenschonende Aufzucht von nährstoffreichen Mikroalgen, die bereits heute in vielen verschiedenen Bereichen Einzug gefunden haben. Die Lebensmittelbranche schätzt zum Beispiel die mehrfach ungesättigten Fettsäuren und den hohen Proteingehalt und verarbeitet sie in Smoothies, Müsliriegel und Nahrungsergänzungmittel. Verwertet man die Algenpaste in Biogasanlagen, lässt sich sogar umweltfreundliches Methan gewinnen.

Der 3D-Drucker im Hobbyraum hat gezeigt, dass man mit zuckerbasiertem Filament beeindruckende Gegenstände in kurzer Zeit herstellen kann. So wurde mit dem Biokunststoff in wenigen Stunden eine Handbremse fürs Fahrrad, ein filigranes Armband und wenige Tage zuvor eine Prothese gedruckt.

Das Straßencafé diente als Produktionsstätte für einen wertvollen Rohstoff – Kaffeesatz. Das Abfallprodukt lässt sich hervorragend zu einem Bio-Verbundstoff verarbeiten und formt so robuste Tischplatten und Espressotassen. In der kleinen Küche punktete der Reststoff als nährstoffreiches Substrat und ließ Rosen- und Zitronenseitlinge wachsen.

Auf dem Screen im Badezimmer konnten die Besucher den Weg des Abwassers verfolgen und schauen, wie aus dem Berliner Klärschlamm Phosphat herausgelöst und zu einem natürlichen Langzeitdünger weiterverarbeitet wird. Die Mooswand im Wohnzimmer stand exemplarisch für ausgeklügelte Pflanzsysteme, die Schall absorbieren und CO2 und andere Schadstoffe aus der Luft filtern.

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Lebenswelt Bioökonomie - Grüne Woche 2017