Bioökonomierat begrüßt GFFA-Empfehlungen

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24.01.2018 -

Die Ratsvorsitzenden, Prof. Joachim von Braun und Prof. Christine Lang, begrüßen die Empfehlungen des Global Forum for Food and Agriculture 2018, welche die Bedeutung von Innovationen der Bioökonomie für die Tierhaltung und eine nachhaltige Ernährung hervorheben.

Wie der Rat in seinen jüngsten Empfehlungen zu Bioökonomie für eine nachhaltige Ernährung - Neue Ansätze für die Proteinversorgung der Zukunft betont, bieten Innovationen der Bioökonomie neue Möglichkeiten der nachhaltigen Versorgung mit hochwertigen Proteinen. Insbesondere die Erforschung pflanzlicher und alternativer Proteinquellen für die Ernährung ist von hoher Bedeutung für die Welternährung und den Klimaschutz.
Beim Treffen der internationalen Landwirtschaftsminister in Berlin wurde festgehalten, dass die Produktion tierischer Lebensmittel erhebliche Folgen für Klima, Umwelt und die globalen Ressourcen hat. Vor dem Hintergrund der weltweit wachsenden Nachfrage nach hochwertigem Protein, fordert Prof. Joachim von Braun erhebliche Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Lebensmittel sowie innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und Anreize für Verbraucher. Allerdings dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass die Tierproduktion eine wichtige Einkommensquelle der Bauern in Deutschland aber auch in vielen Entwicklungsländern ist.    
Neue Lebensmittel auf Basis von alternativen Proteinen, wie beispielsweise Pilzen, Insekten oder Algen, könnten die Ernährung der Zukunft revolutionieren. Hierfür muss man die Forschung und Entwicklung von alternativen Proteinquellen jedoch stärker fördern“, so Prof. Christine Lang. Nur wenn die Kunden im Supermarkt auch Alternativen zu herkömmlich erzeugten tierischen Produkten kaufen,  haben Innovationen am Markt eine Chance. Dafür müssen sie jedoch erst einmal in den Regalen stehen. Eine Hürde wurde Anfang des Jahres genommen: Mit Inkrafttreten der neuen Novel-Food-Verordnung der EU vom 1. Januar 2018 werden Insekten erstmals als neuartige Lebensmittel definiert und könnten damit auch in Deutschland zugelassen werden.

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Webseite des Global Forum für Food and Agriculture www.gffa-berlin.de