Rat diskutiert neue Forschungsempfehlungen mit StS. Dr. Aeikens

Prof. Dr. Christine Lang, Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens, Prof. Dr. Joachim von Braun © BMEL

23.02.2017 -

Die Vorsitzenden des Bioökonomierates haben am 23. Februar die neuen Ratsempfehlungen zur Weiterentwicklung der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" an Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), überreicht und erörtert.

„Deutschland zählt in der Bioökonomie sowie bei der Förderung einer biobasierten Hightech-Industrie zu den Pionieren. Diese Position lässt sich in Zukunft noch stärken, wenn Digitalisierung und Bioökonomie gemeinsam gedacht und verbunden werden“, heißt es in den Ratsempfehlungen. Das Beratungsgremium der Bundesregierung fordert zudem ein umfassenderes Begriffsverständnis der Bioökonomie. Demnach sollte die Forschungsstrategie für eine biobasierte Wirtschaft das gesamte Spektrum biologischer Ressourcen erfassen und mit den Schlüsseltechnologien der Lebenswissenschaften verknüpfen.

Gegenüber dem BMEL betonten die Vorsitzenden Prof. Christine Lang und Prof. Joachim von Braun die große Bedeutung des Ernährungs- und Agrarsektors für die Bioökonomie. Innovationen seien nicht nur zur Sicherung der Welternährung notwendig, sondern werden auch für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz immer wichtiger, heißt es dazu in den Empfehlungen. Methoden zur Bewertung und Analyse der nachhaltigen Ressourcennutzung müssten dafür weiterentwickelt werden. Wichtige Forschungsfelder für den Agrarsektor seien zudem die Präzisionslandwirtschaft, moderne Züchtungsforschung, innovative biologische Pflanzenschutzsysteme sowie die Bodenforschung. „Die besorgniserregende Degradation fruchtbarer Böden in Kombination mit dem fortschreitenden Klimawandel erfordert einen raschen Ausbau der Forschungsanstrengungen“, sagte von Braun.

Lang unterstrich die Bedeutung von Nahrungsmittelinnovationen für Gesundheit, Ernährungssicherung und Umweltschutz: „Auch in Deutschland müssen wir uns damit auseinandersetzen, wie eine wachsende Weltbevölkerung mit hochwertigen Proteinen versorgt werden kann, oder wie eine nachhaltige Tierhaltung mit gesunden Futtermitteln aussehen wird.“ Von Braun verwies auch auf die Bedeutung der Forschung auf der Nachfrageseite der Bioökonomie, so empfiehlt der Rat Forschung zu langfristig effizienten Anreizen für einen biobasierten Konsum.

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